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Zeit – was ist das überhaupt?

Zeit – was ist das überhaupt?
Zeit – was ist das überhaupt?
Zeit – ein Wort, das uns so leicht über die Lippen geht wie kaum ein zweites und das so alltäglich und allgegenwärtig ist, dass wir so gut wie nie darüber nachdenken, was es überhaupt bedeutet.

Zeit - das sind Stunden und Tage. Wir brechen die Zeit herunter auf die kleinsten Einheiten, die wir kennen: Minuten, Sekunden, Millisekunden. Und wir addieren sie hoch, auf Wochen, Monate und Jahre. Zeit ist scheinbar endlos und wenn wir von Jahrtausenden sprechen, oder gar von den Anfängen der Menschheit und des Lebens selbst, dann sprechen wir sogar von Jahrmillionen. Jahrmillionen – unvorstellbar. Nicht?

Zeit ist eine moderne Recheneinheit, ganz klar. Aber wir rechnen sie nicht nur, wir leben sie ja auch. Moment für Moment. Lass uns also einen Blick auf die Zeit werfen und darauf, was sie wirklich ist. Sie ist nämlich viel mehr als nur der Zeiger auf der Uhr, der dir sagt, wann der nächste Bus fährt. Sie ist der Motor unserer Gesellschaft. Vielleicht der größte überhaupt. Und trotzdem – obwohl wir alle nach der gleichen Zeit leben: Sie ist nicht wirklich real. Sie ist nur ein Produkt der Menschen, um Ordnung zu schaffen. Oder nicht?

Doch fangen wir ganz am Anfang an.

4.600.000.000 – das ist die Zahl, auf die man das Alter unserer Erde in Jahren schätzt. 4,6 Milliarden Jahre soll unser Erdball nun also schon existieren? Eine unglaublich große Zahl, findest du nicht auch? Manchem von uns kommt ja schon eine einzige Schulstunde wie eine halbe Ewigkeit vor. Wie soll man da begreifen, wie lange 4,6 Milliarden Jahre wohl sein müssen? Es geht nicht. Es geht nicht, weil unser eigenes Zeitdenken viel beschränkter ist und in viel kleineren Dimensionen verläuft. Wir leben in Stunden, in Tagen, Monaten, Jahren und später auch in Jahrzehnten. Wenn man aber bedenkt, dass wir Menschen im Schnitt gerade einmal „nur“ um die 80 Jahre alt werden, ist das Alter unserer Erde, oder mit etwas über 13 Millionen Jahren gar das Alter unserer Milchstraße, nicht wirklich greifbar. Dabei gab es so etwas wie Zeit damals noch gar nicht. Jedenfalls nicht so, wie wir sie heute kennen, ganz einfach weil niemand da war, der sie hätte messen können. Also was ist Zeit tatsächlich?

Der Begriff der astronomischen Zeit

Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben schon viele kluge Köpfe versucht, herauszufinden und zu erklären, was Zeit eigentlich ist. Streng genommen ist Zeit bzw. Zeitrechnung einfach nur eine Beobachtung, und zwar eine astronomische, entweder von Sonnenaufgang zu Sonnenuntergang (Tag und Nacht zu jeweils 12 Stunden) oder von einem Sonnenaufgang bis zum nächsten (Voll-Tag zu 24 Stunden). Tatsächlich gibt es den offiziellen 24-Stunden-Tag sogar erst seit dem Mittelalter und in Ländern wie Amerika rechnet man auch heute noch in Tag- und Nachtstunden. Dort sagt man bspw. nicht: „Es ist 20 Uhr“ sondern: „Es ist 8 Uhr vor Mitternacht“ bzw. vereinfacht heute auch: „8 Uhr am Abend“. Nun geht die Sonne aber nicht jeden Tag exakt gleich auf und unter, wie du vielleicht weißt. Deshalb waren die Stunden früher auch eher relativ, das heißt, es gab bspw. noch keine Stunde zu 60 Minuten. Unsere Zeiteinteilung ist, im Vergleich zum Kalender, der das Jahr einteilt, daher auch noch ziemlich jung. Und sogar ziemlich willkürlich, streng genommmen, denn wir hätten dem Tag theoretisch ja auch einfach 48 Stunden zu jeweils 30 Minuten geben können. Haben wir aber nicht. Der Grund hierfür ist recht simpel: Eine Uhr mit 12 Stunden pro Umdrehung lässt sich einfach viel bequemer herstellen und ist ein wenig genauer, als eine mit 24 oder gar mehr. Trotzdem basiert unsere Zeiteinteilung auf dem Rhythmus der Sonne.

Also ist sind Zeit und Zeitrechnung etwas vollkommen verschiedenes?

Ja und nein. Die Zeit, die wir heute verwenden um unser Leben zu planen, ist eine rein mathematische Einheit. Sie ist kein Naturgesetz oder so und könnte theoretisch beliebig eingeteilt werden. Eine echte und reale Zeitmessung ist sie in dem Fall also nicht. Zeit definiert einfach nur die Dauer von Ereignissen. Was Zeit aber genau ist, das wissen wir gar nicht. Und nicht wenige Physiker halten sie sogar nur für eine Illusion, keine übergeordnete Größe, die für alles Gültigkeit hat. Andere glauben wiederum, dass die Zeit tatsächlich eine existierende Sache ist, die aber vor dem Urknall gar nicht existiert hat. Aber es gibt auch noch den Begriff der physikalischen Zeit. Und die hat viel mit Bewegung und Entfernung zu tun. Das Licht hat in einem luftleeren Raum (Vakuum) bspw. stets die gleiche Geschwindigkeit. Für einen Meter benötigt Licht exakt 1/299.792.458 Sekunden. Man kann somit anhand des Lichts die Zeit messen. Wir wissen also, wenn wir uns ansehen, welche Strecke das Licht bereits zurück gelegt hat, stets, wie lange es dafür unterwegs war. Licht ist daher, neben der Atomuhr, die physikalisch zuverlässigste Zeitmessung- und einteilung. Theoretisch. Das Problem beim Licht ist einfach nur, dass es viel zu schnell ist. Wir können es in der Praxis also nicht wirklich anwenden – lediglich wenn es um enorm große Entfernungen geht, wie die der Planeten und Galaxien. Die Atomuhr ist hier viel präziser, sie zu erklären wäre jetzt aber zu kompliziert. Stell dir einfach vor, dass Atome eine gewisse Schwingung haben, die so konstant ist, dass ihre Abweichung auf 30 Millionen Jahre lediglich bei einer einzigen Sekunde läge.

Aus der Überlegung mit dem Licht hat Albert Einstein übrigens damals auch seine Relativititätstheorie entwickelt. Da Licht sich stets konstant fortbewegt müsste man einfach nur so schnell sein wie das Licht, dann würde die Zeit still stehen. Und tatsächlich haben Forscher es geschafft, kleinste Teilchen so sehr zu beschleunigen, dass sie dort, wo sie am Ende ankamen, jünger waren als dort, wo man sie losgeschossen hatte. Glaubst du nicht? Du kannst jederzeit deine eigene kleine Zeitreise machen, sogar auf Jugendreise. Du musst nur warten, bis es dunkel draußen ist und zu den Sternen blicken. Du weißt ja jetzt, wie schnell Licht ist. Und du weißt auch, dass die Sterne unglaublich weit weg sind. Das bedeutet, das Licht, das du am Himmel siehst, ist unglaublich alt. Viele Sterne, die du also siehst, existieren heute gar nicht mehr. Du blickst quasi in die Vergangenheit.

Die Subjektive Wahrnehmung von Zeit

Du kennst das sicher: In der Schule mal kurz nicht aufgepasst und weggenickt, und schon ist die Stunde vorüber. Obwohl du die gleiche Zeit im Klassenzimmer verbracht hast wie alle anderen auch, verging die Zeit für dich viel schneller. Jeder empfindet die Zeit ein klein wenig anders. Das liegt an unserer Wahrnehmung – der Begriff „Langweile“ ist exakt hieraus entstanden. Je weniger um uns herum geschieht, desto langsamer - also langweiliger, von: „es brauchte eine lange Weile - vergeht die gefühlte Zeit. Man nennt das gelegentlich auch Ich-Zeit. Und noch etwas anderes spielt eine Rolle, nämlich das Organ, mit dem wir Eindrücke wahrnehmen. Zwischen der Wahrnehmung von Gerüchen und optischen Eindrücken liegen Sekundenbruchteile. Daher können zwei Dinge bspw. gleichzeitig geschehen, wir empfinden es aber nicht so. Oder Blitz und Donner, die ebenfalls gleichzeitig passieren, aber unterschiedliche Geschwindigkeit haben, weshalb wir den Blitz sehen bevor wir den Donner hören. Du siehst also – Zeit ist stets auch subjektiv und relativ, auch wenn der kleine Zeiger immer im gleichen Takt springt.

Antike Zeitmesser

Die Zeit zu messen war schon immer eine Faszination der Menschheit. Anfangs taten wir das lediglich anhand der offensichtlichen Sonnen- und Mondphasen, die alten Ägypter nahmen sogar den Wasserstand des Nil, der sich 1x jährlich stark erhöht, um das Jahr zu messen und zu berechnen. Das war natürlich alles noch sehr grob, bis man anfing, sich zusätzlich noch nach den Sternen zu richten. Hieraus entstanden auch die ersten Kalender, wobei die ältesten davon einige tausend Jahre alt sind. Die erste etwas genauere Zeitmessung, mit der man auch Tageszeiten ablesen konnte, entstand mit der Sonnenuhr, später wurden auch Wasseruhren verwendet, die noch einmal erheblich präziser waren und teils sogar schon Ziffernblätter besaßen. Auch sie entstammen der Antike und plötzlich konnte man eine Zeitspanne nicht nur messen und errechnen, sondern auch vorgeben. Spätestens hier entwickelte sich Zeit bzw. Zeitmessung auch zu einem wirtschaftlichen Faktor. Man konnte nun ziemlich exakt sagen, wie lange man bspw. für die Herstellung eines Produktes benötigte, was auch direkten Einfluss auf den Wert und damit den Preis nahm. In Griechenland waren Wasseruhren und Co. unter anderem auch Zeitgeber dafür, wie lange man vor Gericht reden durfte. Wann und wo die erste echte mechanische Uhr allerdings entstand, weiß man übrigens gar nicht. Weitere Methoden, um die Zeit zu messen, waren darüber hinaus bspw. Kerzenuhren und Sanduhren.

Die Zeit und ihre heutige Bedeutung

Heute hat die Zeit und damit auch die Zeitmessung ganz viele verschiedene Bedeutungen und einen viel höheren Stellenwert als im Mittelalter oder der Antike. Da wir sie weltweit vereinheitlicht haben ist sie ein wichtiger Bestandteil des weltweiten Handels geworden - nicht nur, um Termine rechtzeitig wahrnehmen zu können, sondern auch, um die Zeit dazwischen sinnvoll zu nutzen. Im Grunde dreht sich heute alles um den kleinen Zeiger. Er ist der Motor der Welt. Würden weltweit plötzlich alle Uhren stehenbleiben, dann wäre das vermutlich fast so fatal wie ein globaler Stromausfall. Doch so sehr wir dank moderner Zeitgebung auch planen und handeln können, sie hat auch Nachteile. Je bewusster uns wird, dass die Zeit unaufhörlich voranschreitet, desto gestresster sind viele von uns auch. Das kann Termindruck sein, aber auch einfach nur das bloße Wissen um die Vergänglichkeit. Der Zeitdruck hat inzwischen moderne Krankheiten wie Burnout kreiert, bei denen die Menschen irgendwann einfach nicht mehr belastbar sind. Auch Depressionen und Angstzustände finden hier häufig ihre Ursache. Im Umkehrschluss neigen wir aber zum Glück auch immer mehr dazu, die Zeit zu schätzen und zu nutzen. Hier sind Hobbys ganz wichtig, aber natürlich auch der Urlaub. Wenn du auf Jugendreise fährst, dann hast du nicht einfach nur Spaß, du gönnst deinem Körper und deiner Seele auch die nötige Auszeit. Das sollte übrigens bereits bei einer bequemen und stressfreien Anreise beginnen.

Faszination Zeit in Film, Buch und Alltag

Nicht wenige Autoren haben das Thema Zeit zum Kern ihrer Arbeit gemacht. Berühmte Blockbuster wie „Der Tag, an dem die Erde still stand“, oder auch „Next“ behandeln das Thema Zeit, das berühmteste Buch dürfte hingegen ganz klar „Die Zeitmaschine“ sein. Wir stellen uns immer wieder die Frage, was Zeit ist, ob man sie anhalten oder gar zurückdrehen kann. Und da die Antwort keiner kennt sind die Ergebnisse dieser Überlegungen oftmals sehr fantasiereich. Nutze auf Jugendreise vielleicht einfach mal deine ganz eigene Zeit, um „Die Zeitmaschine“ zu lesen. Du wärst überrascht, wie viele Blickwinkel dieses Thema bieten kann und das, obwohl dieser Roman schon ziemlich alt ist. Oder baue dir am Strand deine eigene kleine Sanduhr. Das ist ganz einfach und du brauchst dazu auch wirklich nicht viel. Im Internet findest du garantiert ein paar tolle Anleitungen dazu. Übrigens: Selbst der Sandstrand, über den du im Urlaub gehst, ist so etwas wie eine kleine Zeitreise, denn er existiert schon seit vielen Millionen von Jahren. Selbst die Dinosaurer sind schon durch ihn gestampft und einst waren die kleinen Körnchen riesengroße Felsen. Eigentlich könntest du deine Armbanduhr im Urlaub ja mal für einen halben Tag ablegen und die Zeit einfach verstreichen lassen. Du wirst merken, wie schnell sich dein ganz eigenes Zeitgefühl verändert und wie sehr man sich darin täuschen kann, wie viel Zeit bereits vergangen ist, wenn man es nicht ständig kontrollieren kann.

Und die Anwort auf die Frage?

Du hast sicherlich schon festgestellt, dass du noch immer keine Anwort darauf hast, was denn Zeit nun eigentlich ist. Das liegt daran, dass wir es nicht wissen und die Antwort stets anders ausfällt, abhängig davon, ob wir sie mathematisch, physikalisch, religiös oder philosophisch betrachten. Wir können die Zeit messen, aber auch nur, weil wir die Zeit so definieren, dass sie mit den Messmethoden übereinstimmen. Aber Zeit ist keine greifbare Sache. Ähnlich wie unsere Luft, die wir aber zumindest wahrnehmen und auch nachweisen können. Mit der Zeit können wir das nicht. Wenn wir also im Alltag von Zeit sprechen, dann meinen wir damit meist unsere ganz eigene Zeitrechnung, denn die Zeit als Sache ist eigentlich ziemlich abstrakt. Falls du noch keinen Berufswunsch hast und gut in Mathemathik bist, werde doch einfach Quantenphysiker und gehe der Zeit selbst auf den Grund. Vielleicht findest du ja selbst die Antwort auf diese uralte Frage der Menschheit.