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Seekajak – auf hoher See, die Freiheit vor den Augen

Wenn das Wasser dein Element ist, könnte dir der Kajak-Sport auch gefallen. Bei uns ist dieses Kanu ein Sportgerät, doch bei den Einwohnern Grönlands, den Inuit, war es ein lebensnotwendiges Jagdfahrzeug.

Die Geschichte der ersten Kanus

In Grönland heißen die Kajaks Qajaq und schon die ganz Kleinen wurden früh angelernt, wie ein Kanu gelenkt und im Gleichgewicht gehalten wird. Schon früher gab es verschiedene Modelle, die sich dem jeweiligen Gewässer anpassten. Die Grönländer und andere Völker in der Antarktis stellten durch die Jagd ihren Lebensunterhalt sicher und schon als Kinder lernten sie die Fertigkeit, sich im Wasser anzuschleichen und mit Lanzen oder Spießen die Fische zu fangen. Was dir sicherlich als ziemlich cool erscheint, war damals harte Arbeit und nicht ganz ungefährlich. Das Meer ist zwar wunderschön, kann aber auch furchtbar launisch und grausam sein. Schon als kleine Kinder lernten die Inuit die so genannte Eskimorolle. Da die Einwohner Grönlands nicht schwimmen konnten – wie denn auch, in dem eiskalten Wasser – war diese Rolle überlebenswichtig, falls das Kajak kenterte. Ein geübter Kajakfahrer sollte sie in jedem Fall können und heute gibt es viele verschiedene Formen dieser Rolle.
Ein Kajak bestand damals schon aus einer Konstruktion und einem Überzug. Als Gerüst dienten den Inuit Treibholz, das von den Flüssen Sibiriens an die Küsten Grönlands geschwemmt wurde. Die Männer bauten das Gerüst und die Frauen nähten den Bezug. Damals wurden mehrere Felle einer Grönlandrobbe dafür verwendet. Jedes Kajak war eine Sonderanfertigung, die sich ganz nach der Körpergröße des Eskimos richtete. Heute sind die Kajaks aus innovativen Kunststoffen gefertigt.

Abenteuer mit einem Seekajak

Auch heute noch gibt es verschiedene Formen und Arten von Kajaks. Eines davon ist das Seekajak, das sich größtenteils an die Merkmale der damaligen Inuit-Kajaks angleicht. Mit diesen Kajaks begibst du dich auf hohe See und das ist nicht ungefährlich. Deshalb müssen sie besonderen Bedingungen entsprechen und auch gewisse Sicherheitsstandards aufweisen. Mit einem Seekajak kannst du eine so genannte Küstenwanderung machen. Das heißt, die Nord- oder Ostsee ist dein Ziel. In Ostfriesland kannst du von einer Insel zur anderen „hüpfen“, was zwar manchmal sehr anstrengend sein kann, aber in der Gruppe auch sehr viel Spaß macht. Nebenbei siehst du bestimmt Tiere, die dir nur vom Zoo bekannt vorkommen. Vielleicht beäugen dich neugierig Robben oder eine Herde Schweinswale. Kormorane und Kraniche schweben ständig in Schwärmen über deinen Kopf. Ganz schön cool oder nicht?

An die launische See musst du dich allerdings gewöhnen und deshalb solltest du immer gut vorbereitet sein. Bei stürmischem Wetter bleibst du am besten zu Hause und ziehen dennoch stürmische Wolken auf, dann paddle sofort an Land. Wenn du dich auf Tour begibst, solltest du einige Gegenstände dabei haben:

  • Kältefeste Bekleidung (Neoprenanzug an heißen Sommertagen, Trockenanzug, wenn es bereits kälter wird), Paddelpfötchen (spezielle atmungsaktive und wasserdichte Handschuhe), Neopren-Kopfhaube
  • Spritzdecke
  • Uhr, Gezeitenkalender, Gezeitenstromatlas
  • Schutzhelm (beim Paddeln in Küstennähe, Helme müssen der DIN EN 1385 entsprechen)
  • Navigationsmaterial (GPS, See- und Landkarte)
  • Rettungsweste
  • Paddelfloat (aufblasbares Kissen, das eine Hilfe zum Wiedereinstieg nach Kentern ist)
  • Optische Signalmittel – Leuchtstäbe
  • Nahrung (Trinksysteme, Apfel oder Powersnack)
  • Lenzpumpe (um Wasser aus dem Kajak zu pumpen)
  • Hast du schon einen Urlaub in einem Feriencamp geplant? Wenn du dort die Möglichkeit hast, an einem Seekajak-Abenteuer teilzunehmen, dann hast du ausgebildete Trainer an deiner Seite, die dich begleiten und dafür sorgen, dass du alles dabei hast.

    Brauche ich eine Ausbildung für den Seekajak?

    Gesetzlich vorgeschrieben ist der so genannte A-Schein für den Seekajak nicht, dennoch solltest du ihn zu deiner eigenen Sicherheit machen. Du lernst hier Techniken, die dir das Leben retten können. Dazu sind eine schriftliche und eine praktische Prüfung notwendig.

    Das musst du in der schriftlichen Prüfung können:

    Wetterkunde, Navigation, Verkehrsrecht, Gezeiten, Gefahren auf See, Rettungsmaßnahmen, Erste Hilfe, Tourenvorbereitung und naturgerechtes Seekajakfahren

    Das sind die praktischen Prüfungsanforderungen:

    Bootsbeherrschung und Paddeltechniken, Navigation auf See, Schlepptechniken, Rettungstechniken als Gekenterter und Retter, Schwimmen mit Paddelbekleidung

    Action pur – Wildwasserkajak

    Ist dir die stürmische See nicht stürmisch genug? Dann könnte dir das anspruchsvolle Terrain eines Wildwassers gefallen. Das solltest du allerdings vorerst nicht alleine bewältigen. Viele Sportunternehmen bieten kleine Kurse vorab an und dann kannst du mit einem erfahrenen Trainer durch schäumende Stromschnellen, durch tiefe Canyons und atemberaubende kleine Wasserfälle flitzen.
    Beim Wildwasserfahren gibt es auch Schwierigkeitsgrade, wie beim Ski fahren. Also ein leicht bewegtes Wasser könntest du mit einer blauen Piste vergleichen. Beim Schwierigkeitsgrad sechs hast du es mit rasanten und gefährlichen Stromschnellen zu tun und ist mit der Abfahrt einer dunkelschwarzen Piste zu vergleichen.

    Wildwasserrennsport

    Auch in dieser Sportart sind die Profis unterwegs und seit 1959 werden alle zwei Jahre die Weltmeisterschaften ausgetragen. Im Wildwasserrennsport gibt es alle Altersklassen, die bereits ab sieben Jahren anfangen und über 60 Jahren aufhören. Du siehst, auch das ist ein Sport ohne Altersgrenzen. Das Gewässer muss mindestens einen Schwierigkeitsgrad drei aufweisen, um als Wildwasserrennsport bezeichnet zu werden. Bei den Extrem-Wildwasserrennen werden Strecken mit den Schwierigkeitsgraden fünf und sechs bewältigt.

    Als Anfänger auf einem Sit-on-Top

    Dass es verschiedene Kajaks gibt, weißt du bereits. Die Bootsklasse der Sit-on-Tops kommt ursprünglich aus den USA. Dabei sitzt der Paddler nicht im Kanu, sondern auf dem Kajak. Seine Form ist ziemlich flach und besteht aus vielen Luftkammern. Dadurch kann das Kajak nicht sinken, auch wenn es kentert. Das Sit-on-Top ist breiter und kürzer als ein normaler Kajak und ist deshalb auch nicht so schnell. Trotzdem sind sie ziemlich wendig, was sie als Anfängerkanu geradezu prädestiniert. Die Schwimmlage ist sehr stabil und bietet dem Paddler ein sicheres Gefühl, besonders wenn er ein mögliches Kentern vor Augen hat.