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Am Sandstrand Abenteuer und Zeitreisen erleben

SandstrandKaum bist du mit deiner Jugendreisegruppe am Sandstrand angekommen, zieht es dich wie magisch zum Meer und zu den Wellen? Dabei hast du auf deinem Weg zum Wasser bereits einmal einen Abstecher durch die Erdgeschichte unternommen. Denn Sand gehört zu den ältesten Mineralien auf der Erde.

Sandstrände: Barfuß auf den Spuren der Dinosaurier

Dass sich heute an den Küsten auch Sandstrände befinden, ist zum Großteil der Entstehung der Kontinente vor mehr als 150 Millionen Jahren zu verdanken. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die Landmasse aus einem zusammenhängenden Kontinent namens Pangaea. Verursacht durch die Kräfte der tektonischen Platten auf der Erdkruste begann dieser gigantische Kontinent langsam auseinanderzubrechen. Gebirge, Vulkane und andere Gesteinsarten an den Bruchkanten stürzten in die Ozeane und wurden dort durch Wasserkraft und Reibung in immer kleinere Körner zerteilt. Durch die Bewegung der Wellen wurden diese Sandkörner langsam an die Küsten angespült und die ersten Sandstrände entstanden. Da zur gleichen Zeit auch Dinosaurier wie der T-Rex oder der Triceratops die Erde beherrschten, ist es durchaus vorstellbar, dass auch diese bereits mit Freude durch denselben Sand gerannt sind wie du heute.

Wenn du nach so viel Geschichtsunterricht jetzt Durst bekommen hast und dir ein Glas Limonade eingießt, ist dir der Sandstrand aus deinem letzten Urlaub näher als du vielleicht denkst. Bereits seit mehreren Jahrtausenden gehört Sand nämlich zu den unverzichtbaren Rohstoffen für die Glasherstellung. Der Sand wird dazu auf bis zu 2000 °C erhitzt, um die enthaltenen Materialien zu schmelzen und formbar zu machen.

Wann ist Sand eigentlich Sand?

Damit Sand auch als Sand bezeichnet werden darf, ist die Größe entscheidend. Bis zu einer Größe von 0,063 mm werden die Mineralien als Schluff bezeichnet und ab einer Größe von 2 mm als Kies. Alles, was zwischen diesen Größen liegt, gilt dann offiziell als Sand. Wenn du dich für Wissenschaft und Geologie interessierst, solltest du dir bei deinem nächsten Strandbesuch nicht die Gelegenheit entgehen lassen, etwas Sand mit nach Hause zu nehmen. Untersuchst du diesen nämlich unter einem Mikroskop, kannst du selbst die wissenschaftliche These beweisen, dass es keine zwei gleichen Sandkörner gibt. Verursacht durch den Wind, das Wasser und viele weitere Umweltfaktoren, erhält jedes Sandkorn eine einzigartige Oberflächenstruktur und Form.

Doch mit Sand kannst du dir auch noch auf andere Weise die Zeit vertreiben. Seit dem 14. Jahrhundert sind Sanduhren für die Seefahrt und Medizin sehr wichtige Zeitmesser. Zwei identische Glaskoben werden bei einer Sanduhr miteinander verbunden. Durch den dünnen Hals in der Mitte kann der eingefüllte Sand nur in einer bestimmten Geschwindigkeit in das untere Gefäß fließen. Je nach Größe kann die Zeitspanne bis der Sand vollkommen in den unteren Kolben geflossen ist, nur Minuten oder mehrere Stunden betragen. Drehst du nun die Sanduhr um, beginnt die Zeitspanne wieder von vorne.

Kuriose Phänomene am Sandstrand

Wenn du bisher geglaubt hast, das Rauschen der Wellen wären das einzigen Geräusch, solltest du bei deinem nächsten Urlaub einmal dem Strand oder den Dünen lauschen. Bei jedem Schritt dem Strand zuhören kannst du, wenn dieser quietschenden Sand enthält. Mehrere Schichten Sand treffen hier aufeinander und verursachen bei jedem Schritt einen typischen Ton. Doch auch Dünen könnten locker einmal an einem Talentwettbewerb teilnehmen. Denn singende Dünen geben durch herabfallende Sandmassen einen über Kilometer hörbaren Ton ab, welcher an ein dumpfes Brummen oder Donnern erinnert.

Sandstrand Ostsee

Sandstrand und die Fluten vom Strandbereich Ahlbeck an der Ostsee. (taped by STERN TOURS)

 

Natürlich kann Sand auch den Augen ein Schauspiel an verschiedenen Farben bieten. Abhängig von den enthaltenen Mineralien kann Sand entweder weiß und gelb oder sogar schwarz, rot und grün erscheinen. Ein sehr besonderes Ereignis ist jedoch der als Meeresleuchten bekannt gewordene leuchtende Sand. Verantwortlich hierfür sind Algen, die bei Berührung blau oder grün leuchten. Wenn du vielleicht auf einer Jugendreise einmal so einen Sandstrand besuchst, kannst du leicht leuchtende Fußspuren oder kleine Botschaften im Sand hinterlassen.

Lebensraum Sandstrand: Unter deinen Füßen tobt das Leben

Muscheln, Schnecken und Krebstiere. Über und unter dem Sand haben viele Tierarten ihr Zuhause gefunden. Wenn du dir die Zeit nimmst und dich etwas am Strand umschaust, werden dir schnell in den Dünen nistende Vögel, fröhlich kreischende Möwen oder vielleicht sogar Seerobben beim Sonnenbaden begegnen. Der größte Teil der Tierwelt versteckt sich jedoch unter dem Sand, um vor allzu neugierigen Blicken geschützt zu sein.

Bei Wattwanderungen mit deiner Jugendreisegruppe können dir neben bis zu 40 cm langen Wattwürmern auch Seesterne oder Schnecken begegnen. Bevor du eines dieser Lebewesen als Souvenir mitnimmst, solltest du jedoch deinen Betreuer um Erlaubnis bitten. Diese sind im jeweiligen Landesrecht geschult und wissen, welche Tiere oder Muscheln unter Naturschutz stehen. Gleiches gilt auch, wenn du angespültes Strandgut findest. In einigen Ländern darfst du dieses behalten, während es in anderen in einem Fundbüro abgegeben werden muss.

Die beliebtesten Sportarten für Sand und Spaß mit neuen Freunden

Eine Jugendreise an den Sandstrand ist immer auch eine gute Gelegenheit, einmal neue Sportarten auszuprobieren. Beachvolleyball und Fußball können am Strand auch in kleinen Gruppen gespielt werden, da das Tempo auf Sand oft langsamer ist als auf Rasen. Mehr Geschwindigkeit entwickelst du beim Strandsegeln oder einer Fahrt mit dem Kitebuggy. An vielen Stränden weltweit sind dafür bereits Strandabschnitte reserviert, auf denen du mit deinen Freunden, beschleunigt vom Wind, um die Wette fahren kannst.

Eine kreative Art von Sport sind auch die an vielen Stränden jährlich stattfindenden Sandskulpturenfestivals und Wettbewerbe. Bei diesen Sandburgen für Fortgeschrittene entstehen kleine Kunstwerke auf Zeit, welche von einer Jury oder dem Urteil der Zuschauer mit Preisen belohnt werden. Einige dieser Wettbewerbe dienen sogar als Vorbereitung für internationale Weltmeisterschaften. Damit du deiner Familie und deinen Freunden die spektakulären Sandkunstwerke später selber zeigen kannst, solltest du dein Handy oder deinen Fotoapparat nicht vergessen. Für deren Speicherkarten bzw. deren Herstellung sind die in Sand enthalten Mineralien übrigens auch unersetzlich. Also wenn du das nächste Mal telefonierst, kannst du vielleicht sogar noch das Rauschen der Wellen oder ein paar singende Dünen hören.