+49 (0) 30 / 700 94 10-0
Mo-Fr 09:00 - 23:00 Uhr
Sa 10:00 - 23:00 Uhr
So 11:00 - 23:00 Uhr
Suche
  • Früheste Hinreise:

    Späteste Rückreise:
Suchen
powered by

Ihre Vorteile bei
STERN TOURS


  • Spezialist und Reisebüro seit 1998 mit Sitz in Berlin
  • Top Service
  • Riesen Auswahl
  • Individuelle Beratung

Vom Gletscherschnee zum Speiseeis - die Erfolgsgeschichte einer Süssspeise

Eis – jeder kennt es, jeder liebt es und an heißen Sommertagen gibt es kaum etwas besseres, als einen leckeren Eisbecher oder die Kugel Eis in der Waffel to go. Vermutlich hast auch du eine absolute Lieblingseissorte, aber lecker sind sie ja eigentlich alle. Doch wusstest du schon, dass es insgesamt 9 verschiedene Arten von Eis gibt und dass Schokolade gar nicht die beliebteste Eissorte ist?

Daher kommt das Eis

Wenn wir von Eis sprechen, dann denken wir doch automatisch an das leckere Speiseeis, oder? Diese herrlich süsse cremige Masse in der Waffel, im Becher oder, wer es einfacher haben will, auch einfach im Literpack in der Tiefkühltruhe. Wenn wir jetzt aber das Lexikon befragen würden, dann stünde da rein gar nichts von dieser tollen Eiscreme, von Vanillegeschmack oder vom Bananasplit. Warum? Weil das, was wir umgangssprachlich mit Eis meinen, ja eigentlich nur ein Zustand ist. Ein sogenannter Aggregatzustand, genauer: Eis ist schlichtweg gefrorenes Wasser. Dass wir bei Eis aber trotzdem direkt an Softeis oder Fruchteis denken liegt wohl einfach daran, dass Schnee nicht unbedingt so lecker schmeckt. Und Schnee ist per Definition eben Eis. Darum steht im Lexikon, wenn wir Eis nachschlagen, eben auch nichts von der Eisdiele und den ganzen Eisbechern, sondern eben nur etwas über gefrorenes Wasser. Doch jetzt kommts: Das aller erste (Speise-)Eis überhaupt, das auf der Erde gegessen wurde, bestand doch tatsächlich aus Schnee und stammte vermutlich aus der Antike des alten China. So ganz genau weiß man das zwar nicht, ist immerhin schon eine ganze Weile her, aber aus diversen uralten Überlieferungen, bspw. aus dem antiken Griechenland, lässt sich das entnehmen. Warum das erste Eis aus Schnee bestand, ist nach ein wenig Überlegung eigentlich ziemlich simpel erklärt: Man wusste damals einfach noch nicht, wie man Dinge künstlich, also gezielt einfriert. Aber der Schnee, der war da, ganz von alleine. Man hat diesem Schnee also einfach ein paar leckere Zutaten spendiert, bspw. Honig, Rosenwasser oder eben auch Früchte, und ihn gegessen. Eigentlich ziemlich pfiffig, oder? Heute würde man dieses Eis wohl Sorbet nennen, eine von insgesamt 9 Eisarten, die wir haben. Früher nannte man es ganz einfach „Gletscherschnee“. Von diesem Schnee-Eis bis zu dem Eis, das wir heute kennen, war es aber ein langer Weg.

Eis – was ist das überhaupt genau?

Früher war Speiseeis einfach nur Schnee, wie wir jetzt wissen, heute besteht Eis größtenteils aus Milch, Wasser oder Frucht. Gerade beim Milcheis gibt es viele verschiedene Abstufungen die entweder mit Milch, Sahne oder Milchfett hergestellt werden. Bei einigen davon kommt auch noch Ei zum Einsatz. Wassereis besteht hauptsächlich aus Wasser und Zucker, Fruchteis – wie der Name schon sagt – aus Früchten in Kombination mit Wasser oder Milch. Die Zutaten, also die Grundmasse aus Milch, Wasser und Co. und die Aromen, bspw. Früchte, Sirup, Saft oder künstliche Aromastoffe, werden vermengt und währenddessen gefroren. Das war früher ziemlich aufwendig, heute übernehmen das meist Eis-Maschinen. Die gibt es sogar schon ziemlich lange: 1843 wurde die erste Eismaschine erfunden. Die wurde noch per Hand betrieben. Mitte der 1930er Jahre wurde in Deutschland erstmals industriell Eis hergestellt: natürlich von Langnese und Schöller, wie du dir vielleicht denken kannst. Ein wenig später wurde auch das erste Softeis entwickelt und zwar von keiner geringeren als der englischen Premierministerin Margaret Thatcher. Von der hast du bestimmt schon gehört, sie war nämlich eine sehr eindrucksvolle und wichtige Persönlichkeit. Der Hollywoodfilm „Die eiserne Lady“ widmet sich dieser Frau und ist wirklich sehenswert.

Und wer hat´s erfunden?

DEN Erfinder von Speiseeis gibt es eigentlich nicht, aber unbestritten werden die Italiener als die besten Eishersteller bezeichnet. Sie haben vermutlich auch das erste Eis zum Mitnehmen erfunden und die ersten Eisdielen in Deutschland stammten auch von italienischen Einwanderern. Italienisches Eis ist also mindestens so bekannt und beliebt wie Pizza. Übrigens: sowohl das erste Eis der Welt (siehe oben) wie auch Pizza und Pasta stammen vermutlich gar nicht aus Italien, sondern aus China. Trotzdem – die Italiener haben es wohl perfektioniert, denn nicht umsonst denkt man bei Eis direkt an Sonne, Strand, Italien und die Gelateria um die Ecke. Es dürfte dich daher auch nicht wirklich wundern, wenn dir das Eis in Italien besser schmeckt als zuhause. Das ist keine Einbildung, ohwohl im Urlaub natürlich generell irgendwie alles besser schmeckt, sondern die Italiener stecken ganz besonders viel Liebe und Leidenschaft in ihre Eiskreationen. Das wirst du spätestens merken, wenn du auf Jugendreise in Italien dein erstes Eis im Becher kaufst, bspw. in Rimini oder in der Toskana. Speziell in der Toskana findest du in den Städten und Ortschaften noch zahlreiche kleine Eisdielen, die ihr Eis auf traditionelle Weise herstellen. Diese kleinen Familienbetriebe stellen häufig aber noch ganz andere Dinge her, bspw. hausgemachte Soßen und Pesto für Nudeln und den wohl leckersten Balsamicoessig der Welt. Kulinarisch dürfte es dir hier also definitiv gefallen.

Und Eis selbst herstellen?

Dank moderner Eismaschinen ist es überhaupt kein Problem, sich auch sein eigenes Eis zuhause herzustellen. Alles, was dafür notwendig ist, findest du im Supermarkt. Aber auch ohne Eismaschine gelingt dir das. Die einfachste Variante ist hier natürlich das Wassereis, das du ganz bequem aus nahezu jedem Fruchtsaft im Gefrierfach machen kannst. Sogar Joghurt eignet sich dazu, oder deine Lieblingslimonade. Wenn du ein wenig mit Chemie und Physik experimentieren willst, kannst du auch echte Eiscreme ganz ohne Eismaschine oder Gefrierfach herstellen. Wie? Du wirst es nicht glauben, aber dazu benötigst du einfach nur Wasser, Eiswürfel und herkömmliches Speisesalz. Salz? Du hast richtig gehört: Salz. Aber nicht zum Essen, sondern für etwas ganz anderes. Die Zutaten, die du für die Eis brauchst, findest du bestimmt in Mamas Kochbuch oder im Internet. Sie kommen in eine Metallschüssel. Die Metallschüssel stellst du in eine zweite größere Schüssel, in die du Eiswasser (also Wasser und Eiswürfel) und eine kräftige Portion Salz gibst. Und jetzt passiert etwas echt Cooles: Die Kombination aus Eiswasser und Kochsalz bewirkt, dass sich das Wasser blitzschnell extrem abkühlt, auf bis zu -10 Grad. Jetzt musst du dein Eis nur darin baden lassen und rühren. Das Eis gefriert, wird aber nicht steinhart sondern cremig, wenn du es immer wieder unter Rühren von der Metallschüssel abkratzt. Übrigens: Mit diesem Trick bekommst du auch problemlos warme Getränke blitzschnell gekühlt. Das ist besonders an warmen Urlauborten ziemlich praktisch.